1.2 Ford

1913 wurde bei Ford das erste Fließband eingeführt. Mehr als zwei Jahrzehnte lang rollte nur ein einziges Auto-Modell vom Band: das Ford-T-Modell. „Man kann es in allen Farben haben, vorausgesetzt es ist schwarz“ soll Henry Ford einmal gesagt haben. Die Farbauswahl war mit Einführung der Fließbandfertigung eingeschränkt worden, um den Trocknungsprozess zu beschleunigen. Nur ein spezieller schwarzer Lack erfüllte alle Vorgaben. Der hohe Standardisierungsgrad wurde bei den Kunden immer unbeliebter. Diversifizierung trug wesentlich zum Erfolg von General Motors gegen Ford bei. 1925 wurde schließlich die Farbpalette des T-Modells erweitert.

Taylorismus, (Produkt-)Standardisierung, Fließband und Massenproduktion prägen die fordsche Produktionsweise. Planung, Arbeitsvorbereitung, Fertigung und Qualitätskontrolle sind getrennte Aufgaben. Das Unternehmen ist in ausgeprägten Hierarchien organisiert. Monotone Arbeit in kurzen Takt-Zyklen an monofunktionalen Maschinen dominiert die Fabriken. Verbale Anweisungen von Vorgesetzten sind auf ein Minimum reduziert, die Arbeit ist dem Rhythmus der Maschinerie unterworfen. Kommunikation unter den Arbeitenden ist minimiert, bei Ford gab es lange Zeit ein Sprechverbot.
Dass hier massiver Widerstand der Arbeiter aufkam, wird niemanden wundern. Beliebt waren Sitzstreiks (= am Arbeitsplatz nichts tun), kleine Gruppen konnten so eine ganze Fabrik zum Stillstand bringen.

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