1.3 Toyota

Das fordsche Produktionsmodell erwies sich als störungsanfällig; eine flexible, marktorientierte Produktdiversifizierung mit Hilfe neuer Technologien war damit nur schwer umzusetzen. Toyota hatte bis in die 60er Jahre so deutliche Qualitätsprobleme, dass an einen Export der Toyota-Autos nicht zu denken war. Toyota brauchte neue Produktionskonzepte.

  • Die Arbeitsteilung wurde reduziert indem z.B. die Qualitätskontrolle in die Fertigung integriert wurde. Die Taktzyklen wurden verlängert. Roboter ermöglichten eine flexible, marktorientierte Fertigung.
  • Elemente von Gruppenarbeit wurden eingeführt, sozialer Druck ersetzte oder ergänzte fortan die Steuerung durch die Maschinen. Bei der kontinuierlichen Verbesserung der (Produktions-) Prozesse war der ganze Mensch gefragt.
  • Die Fertigungstiefe wurde verringert. Die Produktion von Komponenten wurde an Zulieferer ausgelagert. Die Lagerbestände wurden minimiert. Alles Überflüssige galt es zu beseitigen. „Lean Production“ ist das Schlagwort.

Der Essayist Kamata Satochi gab 1972 seinem Buch über die Arbeit bei Toyota den Titel „Toyota, die Fabrik der Verzweiflung“. Depressionen und Selbstmorde bei den Toyota-Arbeitern sorgen auch heute noch für Schlagzeilen.

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