4.1 Warum schon wieder?

Ende der neunziger Jahre ging es uns Softwareentwickler/innen so gut wie schon lange nicht mehr. Wir waren gefragt, unser Einkommen stieg, wir verfügten über Marktmacht. Das Management war auf uns angewiesen. Das konnte so nicht bleiben. Die Industrialisierung will die Machtverhältnisse verschieben.

Inzwischen hat sich ein Weltarbeitsmarkt qualifizierter IT-Kräfte gebildet. Durch „verteilte Fertigung“ sollen die günstigeren Bedingungen in den Niedriglohnregionen genutzt werden. Dies setzt eine Neuorganisation der Arbeit voraus und diese wird unter dem Slogan „Industrialisierung“ betrieben.

Dabei handelt sich um eine Tendenz im gesamten Dienstleistungsbereich, die Krankenversorgung ist genauso betroffen wie der Rechenzentrums-Betrieb. Die IT trägt mit Workflow- und Business-Process-Management-Systemen ihren Teil bei. Auch der den Kunden zugemutete SOA-Hype gehört in diesen Zusammenhang. Industrialisierung trifft jetzt eben auch die „Dienstleistung“ Softwareentwicklung.

Die wachsende Dominanz der großen IT-Dienstleister begünstigt die Industrialisierungs- und Internationalisierungswelle. Sie können sich im Unterschied zu kleineren Firmen den damit verbundenen Zusatzaufwand leisten. Aufwändige Entwicklungsprozesse steigern den Umsatz – solange es gelingt, diese den Kunden als unabdingbar, als „State of the Art“ zu verkaufen. Und daran arbeitet ja fast eine ganze Branche – so erfolgreich, dass das Management des Kunden die verteilte Fertigung fordert.

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Eine Antwort to “4.1 Warum schon wieder?”

  1. Anonymous Says:

    see see http://www.artima.com/forums/flat.jsp?forum=106&thread=10725

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