Posts Tagged ‘Indien’

to be bangalored – Internationale Arbeitsteilung in der Softwareindustrie

25. Oktober 2009

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Keine Branche wird mit Globalisierung, Innovation und dem flexiblen Arbeitsmodell so eng verbunden wie die Softwareindustrie. Die IT-WorkerInnen in Nord und Süd verdienen jeweils gut. Zwischen ihnen ist dennoch eine Kluft. Und auf Überstunden sind sie alle programmiert.

Artikel von Vaba Mustkass und Winfried Rust in der in der iz3w Nov / Dez 2009:  to be bangalored.pdf

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Indische Gewerkschaft klagt gegen Verlängerung der Arbeitszeit

26. November 2008

IT-Unternehmen in Indien nutzen die Krise, um den Druck auf unsere Kolleginnen und Kollegen zu erhöhen. Einerseits werden immer mehr Leute entlassen, andererseits wird die Arbeitszeit erhöht. Dass das indische Arbeitsgesetz einen 8-Stunden Tag vorsieht, interessiert die Unternehmen nicht. Infosys und Wipro erzwingen ganz offen höhere Arbeitszeiten. Es wird berichtet, dass Accenture ab Januar die offizielle Arbeitszeit um eine Stunde erhöhen will. Aber auch in Indien sind die Zeiten vorbei, in denen so etwas ohne Widerspruch möglich ist. Die Gewerkschaft „Unites“ hat eine öffentliche Klage angekündigt.

Weitere Informationen beim Online-Magazin „Business Standard“.

Angst statt Freiheit in der IT-Industrie – Totalerfassung der indischen IT-Profis

28. September 2008

Der AK Vorratsdatenspeicherung konzentriert sich auf die staatliche Überwachung in Deutschland. Was internationale Unternehmen wie Accenture, Bosch, Dell und IBM treiben, gerät dabei aus dem Blick. Der Überwachungswahn dieser Firmen kennt keine Grenzen. In Indien beteiligen sie sich an der Totalerfassung der IT-Fachkräfte. Mit der Vernichtung der beruflichen Existenz wird bestraft, wer nicht gefügig ist oder sich nicht lange genug von derselben Firma ausbeuten lässt.

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BPO Union – OneForAll-AllForOne

5. August 2008

In Indien haben Kolleginnen und Kollegen aus der BPO Industrie eine Internet-Gewerkschaft gegründet. Sie organisieren Kampagnen gegen Schwarze Listen und gegen Entlassungen, aktuell von 400 Leuten bei Keane. Vorerst wollen sie nur im Internet sichtbar sein und durch Herstellung von Öffentlichkeit (auch bei den Kunden) Druck erzeugen. Link: http://bpounion.wordpress.com/

Schwarze Listen zur Mitarbeiterbindung – Denunziation als Geschäft

28. Juni 2008

„DN Verifi“ soll helfen, hohe Mitarbeiterfluktuation zu bekämpfen. Dazu werden Namen und Bilder missliebiger Mitarbeiter/innen veröffentlicht. Denunziert wird, wer ohne ordentliche Kündigung geht, wer die Firma bald nach einer Schulung verlässt, wer den Arbeitsvertrag nicht einhält oder Prozesse des Arbeitgebers ignoriert. Auch Bewerber/innen können sich für die schwarzen Listen qualifizieren, indem sie ihren Lebenslauf schönen, nicht überprüfbare Referenzen vorlegen oder den Vorstellungstermin versäumen.

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Organisationen indischer IT Worker

14. Mai 2008

Auch wenn von interessierter Seite immer wieder anderes behauptet wird, so gibt es doch auch bei den indischen IT Workern erste Organisationsansätze. In diesem Beitrag sind Links von Berufsvereinigungen und Gewerkschaften sowie Weblogs aus Indien zusammengestellt.

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Schwarze Listen bei indischen IT-Dienstleistern

10. April 2008

Wer kennt sie nicht, die kundenspezifischen Profile? Natürlich kann ich, was der Kunde braucht! Das heißt Kundenorientierung. In Bewerbungstrainings können wir lernen, wie unser Lebenslauf verändert werden muss – je nach dem für welche Firma er passen soll. In Indien ist das nicht anders. Von einigen großen IT-Dienstleistern wird das dort jetzt gegen die Beschäftigten gewendet. Fakes im Lebenslauf dienen als Vorwand für Entlassungen. Doch damit nicht genug: Wer sein Profil oder seinen Lebenslauf zu auffällig geschönt hat, landet auf einer Schwarzen Liste. Sie/er soll auch anderswo keine Chance mehr haben.

Das berichten indische Kolleginnen und Kollegen (siehe www.workexp.com).

„Techno-Kulis“ – Die perfekten Ressourcen?

30. März 2008

Mitarbeiter/innen, die keinen Feierabend kennen, die nie auf die Uhr schauen, die weder Privatleben noch Urlaub brauchen, die jeden Auftrag ausführen, die nie widersprechen, die an jedem Ort der Welt einsetzbar sind, die Cobol genauso gut beherrschen wie C, C++ und Java – welcher IT-Manager könnte da widerstehen. Es gibt sie tatsächlich und sie sind nicht einmal teuer, die indischen Software-Entwickler/innen. Und das Schöne ist: Die können gar nicht anders, sie können nicht über den Schatten ihrer Kultur springen. Nur manchmal, da übertreiben sie es, da hätten sie dann doch mal etwas sagen können. Und jetzt kommen auch noch Soziologinnen und Soziologen aus Bangalore daher und behaupten, dass der Inder als solcher gar nicht so ist, und dass auch indische Entwickler/innen nicht nur willige Techno-Kulis sind.

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„IT companies are factories – people go in and code goes out“

24. März 2008

Gemeint sind hier die indischen IT-Dienstleister. Diese produzieren Software nach Fabrikmethoden, sie sind bekannt für die Qualität ihrer Prozesse. Nirgendwo werden so viele CMMI 5 Zertifikate ausgestellt wie in Indien. Die Akzeptanzbeschaffer/innen von Export-IT führen den Erfolg der indischen Unternehmen auf diese ausgeprägte Prozessorientierung zurück. Das niedrige Lohnniveau und die langen Arbeitszeiten geraten dabei aus dem Blickfeld. Soziologinnen und Soziologen aus Bangalore haben eine andere Sicht. Sie lassen sich nicht vom schönen Schein der heilen Prozesswelt blenden. In ihrer Studie aus dem Jahr 2006 analysieren Carol Upadhya und A.R. Vasavi die realen Herrschafts- und Kontrollmechanismen bei den großen indischen IT-Dienstleistern.

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