Posts Tagged ‘Industrialisierung der Softwareentwicklung’

Nach 30 Jahren noch lesenswert: Philip Krafts Analyse zur Industrialisierung der Software-Entwicklung

25. Januar 2010

Bereits 1979 veröffentlichte der amerikanische Soziologe Philip Kraft einen Aufsatz über „The Industrialization of Computer Programming: From Programming to ‚Software Production’“. Die Prognosen Krafts wurden nur teilweise bestätigt. Mit der zweiten Industrialisierungswelle in der Softwareentwicklung gewinnt seine Analyse neue Aktualität. Auf Basis neuer Technologien und in Verbindung mit der Internationalisierung der Softwareentwicklung begegnen uns heute wieder die von Kraft analysierten Managementstrategien.

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to be bangalored – Internationale Arbeitsteilung in der Softwareindustrie

25. Oktober 2009

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Keine Branche wird mit Globalisierung, Innovation und dem flexiblen Arbeitsmodell so eng verbunden wie die Softwareindustrie. Die IT-WorkerInnen in Nord und Süd verdienen jeweils gut. Zwischen ihnen ist dennoch eine Kluft. Und auf Überstunden sind sie alle programmiert.

Artikel von Vaba Mustkass und Winfried Rust in der in der iz3w Nov / Dez 2009:  to be bangalored.pdf

‚Wir arbeiten heute ganz anders‘ – Globalisierung und Industrialisierung bei SAP

20. Juli 2009

In ihrem Buch „Matrix der Welt. SAP und der neue globale Kapitalismus“ beschreiben Ludwig Siegele und Joachim Zepelin unter anderem Veränderungen der Arbeit bei SAP. Prozesswahn, vertikale Arbeitsteilung und Hierarchisierung greifen auch dort um sich. Dazu einige ausführliche Zitate und zum Schluss kritische Anmerkungen zum Buch.

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„Techno-Kulis“ – Die perfekten Ressourcen?

30. März 2008

Mitarbeiter/innen, die keinen Feierabend kennen, die nie auf die Uhr schauen, die weder Privatleben noch Urlaub brauchen, die jeden Auftrag ausführen, die nie widersprechen, die an jedem Ort der Welt einsetzbar sind, die Cobol genauso gut beherrschen wie C, C++ und Java – welcher IT-Manager könnte da widerstehen. Es gibt sie tatsächlich und sie sind nicht einmal teuer, die indischen Software-Entwickler/innen. Und das Schöne ist: Die können gar nicht anders, sie können nicht über den Schatten ihrer Kultur springen. Nur manchmal, da übertreiben sie es, da hätten sie dann doch mal etwas sagen können. Und jetzt kommen auch noch Soziologinnen und Soziologen aus Bangalore daher und behaupten, dass der Inder als solcher gar nicht so ist, und dass auch indische Entwickler/innen nicht nur willige Techno-Kulis sind.

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„IT companies are factories – people go in and code goes out“

24. März 2008

Gemeint sind hier die indischen IT-Dienstleister. Diese produzieren Software nach Fabrikmethoden, sie sind bekannt für die Qualität ihrer Prozesse. Nirgendwo werden so viele CMMI 5 Zertifikate ausgestellt wie in Indien. Die Akzeptanzbeschaffer/innen von Export-IT führen den Erfolg der indischen Unternehmen auf diese ausgeprägte Prozessorientierung zurück. Das niedrige Lohnniveau und die langen Arbeitszeiten geraten dabei aus dem Blickfeld. Soziologinnen und Soziologen aus Bangalore haben eine andere Sicht. Sie lassen sich nicht vom schönen Schein der heilen Prozesswelt blenden. In ihrer Studie aus dem Jahr 2006 analysieren Carol Upadhya und A.R. Vasavi die realen Herrschafts- und Kontrollmechanismen bei den großen indischen IT-Dienstleistern.

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